Die Klosterbrauerei - Eine Ode an das Bier

Bier eine nahrhafte Ergänzung zur Kräftigung des Körpers bei der ansonsten kargen Kost der Klöster?  Oder warum nahm das Bierbrauen seinen Anfang gerade in Klöstern.

Heute kaum mehr vorstellbar,  im Mittelalter aber insbesondere in der Fastenzeit ein wichtiger Aspekt, denn  es galt "liquida non frangung ieunum" auf deutsch "was flüssig ist, bricht kein Fasten".

Die Braumönche

Sie waren diejenigen, die in den Klöstern die Kenntnisse des Brauens hatten und kontinuierlich weiterentwickelten, denn sie konnten lesen und schreiben. „Ora et labora“ bete und arbeite bezog sich bei den  Benediktinern auch auf die Braumönche – welch eine Aufgabe. Die Mönche waren es auch, die bei der Weiterentwicklung des Bieres als Erste Hopfen verwendeten anstelle von anderen, teils giftigen Kräutern, um das Bier haltbarer zu machen. Hopfen ist antibakteriell und ist gut für Magen und Darm. So erklärt sich wohl auch, warum Hildegard von Bingen in ihrem Buch "causa et cura", auf deutsch "Ursache und Heilung", empfiehlt,   Bier zur Heilung von Schwermut bzw. zur Kräftigung des Leibes zu trinken. Der Arzt Paracelsus, sah es gleich als Allheilmittel an. Damals kannte man auch noch kein Komasaufen und der Zugang zu Bier war begrenzt. Bier war kein Genussmittel  sondern ein Heilmittel, bestenfalls ein Lebensmittel während der Fastenzeit.

Und heute, was steckt tatsächlich im Bier

100 ml haben ca. 43 Kalorien. Es enthält kein Fett, aber Kalium, Calcium und Magnesium.

Klausener Klosterbruder

Unter diesem Aspekt  ist es verständlich, dass mit dem Beginn eines neuen Lebens im Klostergut Klausen ein Bier entstehen musste. Die Klausener Klosterbruderschaft hat mit Begeisterung die Tradition der Braumönche aufgenommen und ein süffiges dunkles Starkbier entstehen lassen. Wie auch im Weinbau des Klostergutes steht beim Bierbrauern die traditionelle Braukunst im Vordergrund, aber auch hier wird, wie schon zu Benediktinerzeiten experimentiert und Neues ausprobiert um immer wieder neue Geschmackserlebnisse  entstehen zu lassen.

Deutsches Reinheitsgebot

Daran wird in Klausen festgehalten. Die 4 Zutaten gilt es zu variieren Hopfen, Malz, Wasser und Hefe.

GemeinschaftRund um diese Zutaten treffen sich die Braubrüder einmal im Monat um Neues zu kreieren, dann den Abend mit einem Klausener Klosterbruder zu beschließen und der Bitte:

Hopfen und Malz – Gott erhalt´s !